Direkt an der Moselpromenade gelegen, bringt das in dezenter Eleganz eingerichtete Restaurant „Bagatelle“ mit integrierter Bar und Terrasse angesichts des dahinziehenden Flusses eine gewisse Leichtigkeit mit, die sich auch in der einladenden, entspannt-lässigen Atmosphäre wiederfindet. Chefkoch Gerald Schöber kann auf Karrierestationen von Rang zurückblicken, die ihm das nötige Rüstzeug mitgegeben haben, um hier und jetzt zu zeigen, was präzises Handwerk in Verbindung mit überbordender Fantasie vermag. Um es vorwegzunehmen: Vieles, ganz vieles. Das beginnt mit dem Einkauf der Zutaten, der bevorzugt in der Region stattfindet und zu einem Reigen bekannter, nachhaltig arbeitender Händler und Erzeuger führt. Klassische Küche liegt den sorgsam ertüftelten Speisen zugrunde, wird aber nie zum Dogma, sondern eher zur Basis, um von hier aus der Fantasie freien Lauf zu lassen, auch spontane Ideen auf dem Teller umzusetzen. Das Spiel mit Aromen, Texturen, verschiedenen Garzuständen wird nie zum Selbstzweck, sondern ist vielmehr eine Demonstration konzentrierten Arbeitens. So detailliert die Speisen von Gerald Schöber sein können, so fokussiert und aufs Wesentliche reduziert sind sie auch. Felix Gezmer kuratiert die ausgezeichnete Weinkarte und kreiert auch nicht alkoholische Drinks und Begleiter zu den Menüfolgen. Aline Calchera ergänzt ihn als liebenswürdige Gastgeberin und steht mit ihrem gut geschulten, zugewandten Team bereit, um jeden Besuch zu einem lange nachhallenden Erlebnis zu machen.