Das Gebäude, in dem der “Blaue Engel“ beheimatet ist, stammt aus der Mitte des 17. Jh. Noch zu DDR-Zeiten übernahm Thilo Unger die Leitung des HO-Betriebes. Was Familie Unger seit 1990, dem Jahr der Privatisierung, im gastronomischen Bereich daraus gemacht hat, ist mehr als aller Ehren wert. Kulinarisches Aushängeschild mit überregionaler Strahlkraft ist das Gourmetrestaurant „St. Andreas“ – benannt nach der Weißerdenzeche St. Andreas, in der Ende des 17. Jh. erstmals Kaolin gefunden wurde, mit dem jahrhundertelang exklusiv die Meißner Porzellanmanufaktur beliefert wurde. Das Interieur ist sehr geschmackvoll geradlinig und klar mit wertigen Naturmaterialien gestaltet, die thematisch die Natürlichkeit des Erzgebirges aufgreifen. Großzügig gestellte Tische vermitteln angenehme Privatheit, aus dem angrenzenden begehbaren Weinschrank, holt Claudius Unger mehr als einen edlen Tropfen, der von ihm als kenntnisreichem Sommelier gerne erläutert wird und die Speisen seines Bruders Benjamin zusätzlich veredelt. Chefkoch Benjamin Unger arbeitet mit echter Leidenschaft und ist auch Mitglied bei den Jeunes Restaurateurs. Er kann sich auf ein sorgfältig aufgebautes regionales Netzwerk verlässlicher und nachhaltig arbeitender Händler und Erzeuger verlassen und bezieht von ihnen erstklassige Produkte. Klassischen Speise gibt er eine eigene, zeitgemäße Handschrift und er versteht es, tradierte Rezepturen verblüffend neu und anders zu interpretieren. Die wechselnden Jahreszeiten sind eine zusätzliche Inspirationsquelle für die raffiniert ertüftelten Menüfolgen.